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Zur Wiege der Remscheider Industrie.


Distanz ca. 33 Km

Streckencharakteristik:

Bergi(g)sch! Davon sollte sich aber keiner entmutigen lassen, denn es gibt eine nette Einkehrmöglichkeit und viel zu entdecken! Man sollte sich ruhig Zeit lassen!

Obwohl die Tour relativ genau beschrieben ist, ist es nötig, eine Karte mitzunehmen. Ich bevorzuge die Freizeitkarte 1:50000 Naturpark Bergisches Land (Nord)

Industriegeschichtliche Hinweise zu dieser Tour stehen am Ende dieses Tourenvorschlages.

Los geht´s:

Viel Spaß!!!



Einige industriegeschichtliche Hinweise

Einige Eisenerzvorkommen an der Erdoberfläche (Tyrol!) regten schon vor der Jahrtausendwende die Remscheider an, das Metall in einfachen Lehmöfen zu erschmelzen. In Schmieden wurden schon fertige Werkzeuge hergestellt. Remscheider Waren gingen seit dem 13.Jahrhundert in alle Länder. Den Handel übernahmen die kölnischen Kaufleute innerhalb des Hanseverbandes. Lennep! war damals Hansestadt und gehörte neben Düsseldorf, Ratingen und Wipperfürth zu den Hauptstädten.

SteffenshammerDen ersten kleinen Schritt in Richtung Industrialisierung war der Bau der Wasserhämmer nach 1450. Voraussetzungen dafür, reichlich Wasser und ein starkes Gefälle zum Betrieb der Wasserräder, waren im Remscheider Raum reichlich gegeben. Hauptsächlich im Gelpe-, Morsbach-, Eschbach- und Lohbachtal wurde mit Wasserkraft Stahl hergestellt, also das Eisen so "raffiniert", dass schmied- und härtbarer Stahl entstand. Seit dem 16.Jh spezialisierte man sich auf die Herstellung von Sensen und Sicheln. Geliefert wurde nach Dänemark, Frankreich, Holland und Belgien. Für 1604 findet sich eine Angabe zur Jahresproduktion: 54000 Sensen! Konkurrenz führte zu Absatzschwierigkeiten, so dass neue Absatzmärkte gefunden wurden. Es entwickelte sich das Kleineisenhandwerk, für das Remscheid heute noch berühmt ist. Bis Mitte des 19.Jh gab es in den Tälern um Remscheid weit über 100 wasserbetriebene Hämmer (z.B. Steffenshammer, Museum) und 28 (Schleif-)Kotten.

Die Radtour führt uns in die wichtigsten Täler der Eisenindustrie. Zahlreiche Reste der alten Industriebetriebe säumen den Weg: alte Fachwerkhäuser am Bach, Hammerteiche, Ober- und Untergräben; einige Standorte werden noch heute genutzt (Morsbachtal, Fa. Picard).

Ebenso typisch sind die Hofschaften mit ihren engen Sträßchen und alten Fachwerkhäuschen (Nüdelshalbach, Platz, Neuplatz, Morsbach).


Anregungen, Kritik und Tipps sind gerne willkommen (e-mail)!


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